fingerübungen

unter fingerübungen verstehe ich das üben, den auslöser der kamera im rechten moment zu betätigen. :-) nicht nur das, dazu kommt das in die natur hören, ob da was zirpt fliegt, oder einfach nur der stille zu zu hören. beobachten was sich in unmittelbarar nähe bewegt, kriecht und fliegt. kurz: die fotografenmotorik zu üben.

nicht immer wenn ich losziehe tut sich was. oft kommt es vor, dass ich ohne brauchbares bild nach hause komme. frustriert? keineswegs. ich hab die stille gehört oder zu mindest den lärm bewusst ignoriert einfach weggeschalten. das gibt innere ruhe und motoviert. dazu kommen eben diese fingerübungen. bilder machen und wieder löschen, einfach um zu lernen momente, situationen, licht, und szene zu lesen zu spüren und zu geniessen.

diese tage gab es nicht viel aber einige wenige bilder, die auch den umgang mit der technik trainierte.

© erwin
© erwin

....viel

seit der hüttentour zum schreckhorn ist einiges an zeit verstrichen. so besuchten wir die fjorde in nord-norwegen. das heisst die inseln um Tromsø. der herbst war fast vorüber und der winter noch nicht angekommen, weshalb die stimmung das licht und das wetter ganz besonders war. tagsüber gab es noch rund 8 stunden sonnenschein, wenn sie dann schien, und nachts waren die nordlichter die höhepunkte. tiere zu beobachten, wie seeadler, fischotter und rentiere waren weitere erlebnisse. ja es gäbe vieles zu erwähnen, geniesst unser reisetagebuch und die bilder.

© erwin & rebekka (composing)
© erwin
© erwin

schreckhornhütte

die schreckhornhütte liegt auf 2530m.ü.m. der zustieg ist anspruchsvoll und verlangt gute trittsicherheit. angegeben wird er mit einem T4 und ist weiss-blau-weiss markiert. das weist auf einen schmalen weg mit stellenweise kleiner kraxelei hin. die kritischen stellen sind mit ketten gesichert. der zustieg ist lang ca 4 einhalb stunden ab pfingstegg bergstation. dafür ist man auf weiter flur alleine und die hütte ist sehr gemütlich. unterwegs sollte man nicht lange rasten und picknicken, da der weg nicht von steinschlag gesichert wird.

© erwin
© erwin

dafür ist die sicht auf die umliegenden berge und die (noch) gletscher gewaltig. an den muränen sieht man wie die klimaerwärmung diesen eismassen zusetzt.

© erwin
© erwin
© erwin

leider sind keine tiere mehr zu sehen. der extreme winter 2018 hat dem ganzen steinbock- und gämsenbestand stark reduziert. der hüttewart erzählte, dass es letztes jahr tägliches kino war, 10 bis zum teil 20 steinböcke vor der hütte beim salzstein zu beobachten. diese jahr war kein einziges tier zu sehen. ebenso seien viele murmeltiee in ihren bauten verhungert, weil sie diesen im frühjar wegen der hohen schneedecke nicht verlassen konnten. es wird jahrzehnte dauern, bis sich der bestand wieder erholt hat.

aber auch ohne tieren war die hüttentour ein erfolg

© erwin

engstligenalp

die engstligenalp liegt ganz hinten im tal von adelboden. hier oben, genauer am wildstrubel, entspringt die oft unbändige engtligen. ein zuerst ruhiger bergbach der sich über die ebene der engstligenalp schlängelt um dann imposant über zwei stufen über die flühe ins tal fällt. der obere engstligenfall ist einer meiner lieblingsorte im berneroberland. nicht zuletzt wegen der vielzahl an edelweiss (leontopodium nivale) die gerade vis à vis vom wasserfall auf einer matte mit der weissen trichterlilie (paradisea liliastrum) um die wette blühen. nicht weit weg darunter findet man die seltene wilde alpen akelei (aquilegia alpina).

diese bergblumen haben ihren ganz besonderen reiz und es zieht mich immer wieder in ihre nähe. dazu kommt die herbe frische der gischt die vom wasserfall herüber weht. einfach ein ort zum verweilen und geniessen.

© erwin
© erwin
© erwin
© erwin
© erwin
© erwin

vom gurnigel zum stockhorn

seit vielen jahren habe ich die stockhornkette vor dem fenster.

auf dem Stockhorn war ich schon mehrfach, aber noch nie die kette abgwandert. für schwindelfreie gibt es die route über den kamm. der ist mir aber zu riskannt zumindest der einstieg über die Nüneneflue und die Chrummfadeflue.

der wanderweg für normalwanderer geht unterhalb des kammes relativ angenehm an verschiedenen alpen vorbei bis zum walalpsattel.

einige alpen sind schon bestossen andere dagegen erst beim einrichten. die alpsaison ist also erst gerade erwacht.

vom walapsattel geht es dann der felswand vom stockhorn entlang und rundherum bis auf den gipfel
vom stockhorngipfel, 2190 m.ü.m., hat man einen schönen rundblick übers mittelland den thunersee in die berneralpen mit dem imposanten dreigestirn und hinunter auf die beiden stocken-seen

der abstieg geht über die oberstockenalp, mit bierhalt, zum understockesee zur bahnstation chrindi.

was nachher kommt ist heimreise......